Archiv der Kategorie: OpenSource

Nick Saporitos Inkscape-Channel auf YouTube

Nick von logosbynick.com ist der ungekrönte König der Inkscape-Vektorgrafik-Aktivisten. Es ist einfach faszinierend, wie er Pfade schnippelt, vereinigt, von einander abzieht und was sonst noch und wie daraus tolle Logos und Grafiken aller Art entstehen.

Noch schöner ist es, dass er uns das alles wunderbar geduldig und nachvollziehbar in einfachem und gut verständlichem Englisch in seinem Youtube-Channel erklärt. Ich kann mich kaum satt sehen und verstehe so nach und nach seine Vorgehensweise.

Thanks, Nick!

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LibreOffice Sifr Icons: Dummer Name, aber hübsch

Ich nutze LibreOffice sehr gerne. Am liebsten zum Rechnungenschreiben. In der normalen Nutzung sehe ich kaum Unterschiede zu anderen Office-Typen und ich liebe tatsächlich auch die Abwechslung. Tagsüber in der Uni Microsoft und sonst Libre. Das passt schon.

Was auch passt ist das neue Iconset für LibreOffice in Version 4.2. Man mag das Eyecandy nennen, aber das Auge isst eben mit. Mir gefällt das Monochrome und die schlichte Eleganz. Sehr hübsch. Der Name „Sifr“ ist aber dämlich. Kann man aber ja nach dem Einstellen gleich wieder vergessen …

Screenshot LibreOffice mit SiFr

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Open Source in Freiburg und München

Kurz hintereinander kamen dieser Tage zwei Meldungen zur Verwendung von Open Source Software in der öffentlichen Verwaltung, die widersprüchlicher nicht sein könnten. Während der Freiburger Stadtrat das OpenOffice-Projekt abschießt trumpft München mit der Meldung auf, dass die Stadt durch die Umstellung auf OSS und die Kündigung der Microsoft-Lizenzen bisher rund 10 Mio Euro gespart hat.

In den Kommentarspalten (vor allem bei Heise, aber auch sonst überall) tobt der Glaubenskrieg, der auf Twitter sonst von mir sehr geschätzte Konstantin Görlich schreibt auf fudder einen wenig fundierten aber sehr fundamentalistischen Rant und im Allgemeinen sind sich alle einig, dass Politiker korrupt und Verwaltungsmitarbeiter unfähig sind. Das hilft also in der Betrachtung nicht weiter.

Ich nutze Windows/MS Office im Hauptberuf und Linux/LibreOffice für die pbis und auch sonst und komme mit allem gut zurecht. Soll heissen: Ich arbeite tatsächlich in beiden Umgebungen sehr gerne und das Zeug läuft ja auch extrem stabil und wenn das, was rauskommt dann doch Mist ist, dann liegts am Inhalt – sprich an mir. Meine religiösen Bedürfnisse befriedige ich fast jeden Sonntag im Gottesdienst und Rechner oder Software eignen sich da irgendwie nicht dafür.

Was mich allerdings für Open Source schwärmen lässt: Ich finde es einfach toll, was entstehen kann, wenn Leute einfach zusammen was machen, das Ergebnis teilen und dann von da aus wieder verbessern. Linux Betriebssysteme (chose your flavor), freie Office-Suiten, GIMP Bildbearbeitung und was nicht sonst so alles sind ernsthafte Werkzeuge und ganz bestimmt keine Baumarkt-Quengelwaren-Schraubenschlüssel, die bei der ersten etwas fester sitzenden Schraube zerbröseln. Macken haben sie natürlich alle, aber davon ist keine Software verschont, egal woher sie so kommt.

Demnach wäre ich also mal abgesehen von einer gewissen romantischen OSS Schwärmerei relativ meinungsfrei.

Das bin ich aber nicht. Vielmehr freue ich mich für München und finde es schade, dass das Projekt in Freiburg gescheitert ist. Der Grund dafür ist, dass Microsoft halt im Bereich der Office-Anwendungen tatsächlich ein Quasi-Monopol hat und dieses selbstverständlich in hübsche Dollars umwandelt. Monopole (ob quasi oder tatsächlich) sind immer schlecht und schaden dem Kunden. Das sind wir schon alle und nicht nur die Behörden. Keine Sorgen. Das ist der wahre Grund, warum ich mich für den Bereich, den ich entscheiden kann, für Linux und allgemein OSS entschieden habe. Ich habe das noch nie bereut und ich bin eigentlich auch überzeugt, dass das in Behörden und bei Firmen auch funktionieren kann. Eine solche echte Konkurrenz würde bestimmt den Markt beleben und die Kosten und die Bedienbarkeit verbessern. Wenn die Leute sich anstrengen müssen, dann kommt schon was dabei raus.

Mehr Konkurrenz aber heisst Umstellung und diese Umstellung ist in jedem Fall ein großes Projekt. Die tatsächlich nicht optimale Kompatibilität zwischen den Formaten ist ein schwerwiegendes Problem, das sich nicht so ohne weiteres lösen lässt. Mag ja sein, dass das daran liegt, dass die OSS-Gemeinde bei den proprietären MS-Formaten raten muss, aber das interessiert Otto-Normal-Verbraucher zurecht nicht. Da muss Hilfe zur Seite gestellt werden.

Ein weiteres Problem einer solchen Umstellung ist auch, dass damit der Vorlagen-Wirrwarr sichtbar wird und sich wie ein Berg vor einem aufbaut (bestimmt nicht nur in Verwaltungen). Genau das hat München erkannt und hat es wohl geschafft, diesen Dschungel zu roden und zu ordnen. Das hat die Verzögerungen verursacht und daraus ist das Vorlagenverwaltungssystem Wollmux hervorgegangen, was letztlich die Grundlage für den erfolgreichen Umzug wurde.

Wollmux ist dankenswerter und richtiger Weise ebenfalls Open Source und wenn ich dieses Wiki richtig deute, dann hat Freiburg das übernommen. So richtig geklappt hat es aber offensichtlich nicht.

Das kann ich nicht erklären, denn dazu fehlt mir wie allen Außenstehenden der nötige Einblick in beide Projekte. Andererseits ist es doch auch nicht so ungewöhnlich, dass ähnliche Projekte am Ort A funktionieren und an Ort B scheitern. Das muss man manchmal auch entspannt sehen und man darf das vor allem nicht auf dem Rücken der Mitarbeiter austragen.

Also, liebe Open-Sourceler: Kurz den Staub abschütteln und weiter machen.

Denn ein bisschen muss ich den Sozialdemokraten nun doch noch raushängen lassen: Selbst wenn bei Verwendung von Open Source Software die wegfallenden Lizenzkosten zu 100% von einem höheren Supportaufwand aufgefressen würden: Dieses Geld bliebe bei Menschen hier im Land, die davon Familien ernähren, Steuern zahlen und so weiter. Ist mir irgendwie lieber, als das Füttern einer amerikanischen Riesenfirma.

Update 30.11.2012: Guter Kommentar auf heise.de

GIMP 2.8 – Make wonderful

Das beste am Ubuntu-12.10-Update ist klar, dass nun GIMP 2.8 an Bord ist. Endlich gibt es den Einfenstermodus direkt aus der Kiste. Und den Fotofilter aller Fotofilter seit Erfindung von Fotofiltern: „Make wonderful …“

GIMP Fotofilter 'Make wonderful ...' (Screenshot)

Ist das nicht toll: Irgendein Popelfoto öffnen, „Make wonderful …“ auswählen … and Magic happens! Me likez. Ab sofort gibt es nur noch wundervolle Fotos. Yay!
Wer’s nicht glaubt, einfach ausprobieren:

>> GIMP 2.8

2012 wird das Jahr …

… des Linux-Desktops. Sorry, konnte ich mir nicht verkneifen. Denn Linux scheint nun in die Kategorie „Gadget“ zu fallen. Zumindest nach dem, was da der Spiegel da so enthusiastisch schreibt. Das ist zwar größtenteils richtig, wenn auch eine Spur zu sülzig und trotzdem irrelevant. Die Heerscharen werden nicht wechseln und das verstehe ich irgendwie auch. Windows kennt man, mit den Schwierigkeiten hat man sich irgendwie arrangiert (es wird ja auch besser) und was Neues erscheint zu kompliziert.

Schade ist es trotzdem, denn Linux ist nach meiner Erfahrung wirklich simpel. Ubuntu und bestimmt auch andere Geschmacksrichtungen lassen sich auf allen Standardmühlen ohne große Anstrengung neben Windows installieren und ausprobieren. Ich bin mir sicher, dass dann einige wechseln würden. Ich habe das zumindest privat und für die pbis getan. In der Uni geht es nicht. Bereut habe ich den Schritt bislang nicht. Ich kann Ubuntu nur empfehlen, auch wenn ich bislang noch niemanden missioniert habe. Habe es allerdings auch noch nicht wirklich versucht …

Ubuntu Destop

Ubuntu HUD

Das klingt ja spannend. Ubuntu bekommt ab 12.04 eine neue Menüführung auf der Basis einer Kommandozeile. Klingt ja zuerst mal furchtbar und nach Frickelei, ist aber recht clever. Statt Befehle in irgendwelchen mehr oder minder gut sortierten Menüs zu suchen, tippt man einfach kurz ein paar Buchstaben und das Betriebssystem schlägt einem dazu passende Befehle vor. Kann man schlecht beschreiben, deshalb bitte Video gucken:

Vorteile: Es erlaubt eine ungenaue Eingabe, man kann also Befehle auch dann finden, wenn man nicht so ganz genau weiß, wie sie heissen. Man muss sich nicht durch Menüs klicken und keine Hotkeys auswendig lernen. Das Ding lernt, was man so typischerweise verwendet und Sprachsteuerung ist wohl integrierbar.

Die Idee überzeugt mich! Ich bin gespannt.

>> mehr dazu bei ubuntuusers.de

The Power of Open

The Power of Open (Coverbild) Als absoluter Fan der Creative Commons (CC) Lizenzen ist dieses kleine Büchlein mit dem Titel The Power of Open (pdf, 3,1 MB) Balsam auf meine Seele.

Wenn ich hier im Netz veröffentliche, dann einfach, weil ich teilen möchte. Teilen, was ich an Bildern, Texten und Gedanken erzeuge und natürlich auch, was andere tun. Das erlaubt CC, ohne das ich alle Rechte aufgebe. Ein Traum.

Ich veröffentliche alle meine Inhalte unter CC-BY, einer der weitest gehenden Lizenzen. Sie erlaubt allen mit meinen Inhalten zu tun was sie wollen. Einzig die Nennung meines Namens und die Rückverlinkung auf die Quelle erbitte ich.

Man mag einwenden, dass ich ja nur aus Spaß und hochgradig mittelmäßig publiziere. Ich würde dem zustimmen und dies geradezu zu meinem erklärten Ziel ausrufen. Einige der Beispiele in der Broschüre zeigen aber sogar, wie CC zu geschäftlichen Erfolgen führen kann. Und genau das gefällt mir am aller besten.

[via netzpolitik.org]